Deponieabdichtung mit selektivem Rückbau

 

Geotechnische Begleitung und Fremdüberwachung bei selektivem Rückbau- und Abdichtungsmaßnahmen Oberflächenabdichtung der Altdeponie Schwicheldt, LK Peine

Die 1983 stillgelegte Hausmülldeponie Schwicheldt erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 61.000 m². Das Gesamtvolumen beträgt ca. 700.000 m³, davon befinden sich ca. 230.000 m³ unterhalb des umgebenden Geländes und ca. 470.000 m3 oberhalb. Vor dem Krieg wurde sie als Tongrube für eine Ziegelei genutzt. In den Nachkriegsjahren bis 1970 als „wilde“ Müllkippe genutzt, von 1970 - 1983 vom Landkreis Peine als zentrale Abfallentsorgungsanlage betrieben. In 1978 wurde die Aufhaldung der Deponie planfestgestellt; bis dahin war die Tongrube lediglich bis Geländeniveau der Umgebung aufgefüllt. Vor der Aufhaldung wurde in Geländehöhe eine Zwischendichtung eingebaut. Bis 1983 wurde die Deponie zweimal erweitert. Mit der Stillegungsverfügung erfolgte die Auflage einer TASI-konformen Oberflächenabdichtung.

Auftraggeber:

Abfallwirtschaftsbetriebe des Landkreises Peine
Bodenstedtstraße 8
31224 Peine

Deponieabdichtung mit selektivem Rückbau

 

Kurzbeschreibung der durchgeführten Arbeiten:

Zur Erkundung des Deponieaufbaus wurde eine 28 m tiefe Bohrung vom Deponieplateau bis in die unterhalb der Deponiesohle anstehenden Kreidetone abgeteuft. Die geomechanischen Kennwerte wurden an Hand von Großrahmenscherversuchen festgelegt. Die durchgeführten Standsicherheitsberechnungen und Gleitsicherheitsnachweise ergaben, daß Teile des Deponiekörpers zurückgebaut werden mußten, bevor mit dem Aufbau des Oberflächenabdichtungssystems begonnen werden konnte. Sowohl der selektive Deponierückbau als auch die Abdichtungsarbeiten wurden fachtechnisch im Rahmen der Eigenüberwachung begleitet. Es wurde ein QSP erarbeitet und dem Baufortschritt laufend angepaßt.

Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Klaus - P. Salomo

Projektbearbeiter:

Dipl.-Ing. Thorsten Brinck Bauingenieur Dipl.-Ing. (FH) Geotechnik, Spezialtiefbau; Zusatzausbildung BGR 128

Eigener Leistungsanteil:

komplett

Zeitraum der Durchführung:

August 2001 bis September 2002; Restarbeiten 2003

 

 

 

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